Rosi Szep - die Filzkünstlerin

Vor einiger Zeit habe ich Filzer auf einem Markt gesehen. Das sah sehr interessant aus und ich wollte das auch probieren und habe es mir selbst beigebracht", sagt Rosemarie Szep. Sie filzt hauptsächlich mit Schafwolle. "Die Wolle wird mit Seife und Wasser bearbeitet. Das Seifenwasser wird in die Wolle einmassiert, damit sich die Wollfasern miteinander verbinden", sagt die 48-Jährige.Sie filzt unter anderem Patschen, Schmuck, Dekoartikel wie Sparmäuse und Vasen sowie Schals. "Die Technik bei den Schals nennt sich Nunofilzen. Dabei werden auf Seiden- oder Baumwollschals verschiedene Filzelemente hinauf gefilzt", sagt die Mutter eines Kindes. Zu den besonderen Stücken zählen ihre Seifen im Filzmantel. "Dabei wird eine Seife mit Filz umhüllt. Macht man sie nass hat der Filz einen Peelingeffekt und die Seife kann einem auch nicht aus der Hand flutschen. Ist die Seife aufgebraucht, schmeißt man den Filz weg", sagt Szep. Beim Filzen fasziniert sie, dass jedes Stück ein Unikat ist.

 

Text: Kleine Zeitung Karina Hartweger